SAECVLA SPIRIRALIA   14 / 15

Collectanea Philologica. Festschrift für Helmut Gipper zum 65. Geburtstag. Herausgegeben von Günter HEINTZ und Peter SCHMITTER. 2 Bände. 1985. 822 Seiten, Tabellen.

Wie allgemein bekannt, ist nicht nur die Entwicklung der sog. Arbeitswelt, sondern vor allem auch die der Wissenschaft geprägt durch eine stetig wachsende Spezialisierung, die im Prinzip bereits in der Antike einsetzt. dann aber vom ausgehenden 18. Jahrhundert an eine neue Dimension gewinnt und sich in verstärktem Maß bis in die heutige Zeit fortsetzt. Eine solch immer weiter gehende Spezialisierung ist notwendig die Folge, wenn Forschung nicht zum Stillstand kommen soll, wenn stets neue Fragen aufgeworfen, neue Bereiche dem menschlichen Erkennen erschlossen werden sollen oder man auch ‘nur’ versucht, vertiefte Einsichten in alte Fragen zu gewinnen. Über die Spezialisierung prinzipiell zu klagen, wäre also widersinnig, und doch zeitigt sie Folgen, die bedenklich sind.
Helmut Gipper hatte sich von Anfang an bemüht, den Gefahren der Spezialisierung durch interdisziplinären Dialog zu begegnen, die fächerübergreifende Diskussion und Zusammenarbeit war eine der zentralen Leitideen seines Handelns. In welchem Maße Helmut Gipper selbst die Geltung der Idee der litterarum universitas bezeugt, macht sicherlich sein eigenes Werk am besten deutlich. Es spiegelt sich jedoch auch in der vorliegenden Festschrift wieder, in der Kollegen aus Europa, Asien und Amerika ihm ihre Beiträge verehren – Beiträge, die nicht nur aus den verschiedenen Philologien, sondern auch aus der Biologie und Anthropologie, der Semiotik, Philosophie und Pädagogik sowie der Sprachtherapie entstammen.

Mit Beiträgen von Kirsten Adamzik, Wolfgang Babilas, Hartmut Beckers, Hennig Brinkmann, Edeltraud Bülow, Josef Derbolav, Heirich Dörrie, Bernhard Engelen, Hartwig und Chista Franke, Horst Geckeler, Bernhard Gröschel, Günther Heintz, Sung-Woo Hong, Ung Huh, Franz Hundsnurscher, Kurt R. Jankowsky, Heribert Jussen, Friedrich Kaulbach, Johann Knobloch, Georg F. Meier, Clemenz Menze, Friedrich Ohly, Bernhard Rensch, Gerhard Ressel, Robert Henry Robins, Peter Schmitter, Karl Schneider, Hans Schwarz, Thomas A. Sebeok, Bernd Spillner, Jochen Splett, Karl Stackmann, Oswald Szemerényi, Terukazu Takahasi, Thure von Uexküll, Günther Heintz und Ulrike Buchholz.

»Die vorliegende vorzüglich redigierte Festschrift enthält 35 zumeist fachübergreifende Beiträge, die Werk und Wirken des Jubilars, ’eines Kulturanthropologen, der Linguist ist und die Wissenschaft von der Sprache betreibt’ (G. Heintz op. cit.) auf eindringliche Weise illustrieren.«
Johann Tischler in Beiträge zur Namenforschung Band 21 (1986)
Heft 3.

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